Heute chillen wir beide, Regentag. Fahren am späten Nachmittag nach Anghiari um die Altstadt zu erkunden.
Abends gibt es dann im La Piazza eine halbe Pizza für jeden, das reicht nach den Schlemmereien der letzten Tage.
Bei Mazzoni Moto den Reifen aufziehen lassen, schnell und für einen vernünftigen Preis.

Tagesausflug nach Umbrien an den Lago di Trasimeno. Nach Passignano del Trasimeno. Hatte ich ohne Hintergrundwissen ausgewählt; der Ort müsste was Größeres sein, da dort die Linien-Schiffe abfahren. War aber runtergekommen. Dort fanden wir einen Lost Place (ist es ein Lost Place? Steht ja an der Hauptstrasse mitten in der Stadt): Societa Aeronautica Italiana, eine Fabrik, die 1999 aufgegeben wurde. Sieht cool aus…

Aber der Rest: Der See ist zwar groß, aber nur maximal 8 Meter tief. Das Wasser lädt nicht zum Schwimmen ein, und es riecht auch – zumindest im September 2021. Das Restaurant am Hafen ist gut besucht, aber der Service unterirdisch. Das Essen scheint den Tischnachbarn auch nicht zu schmecken.
Wir fahren wieder zurück durch die Berge, suchen uns vorher in Calimoto eine benamte Strasse (also SS, SR oder SP, hier die SR416), damit wir eine weitere Schlaglochpiste vermeiden und treten den Heimweg an. Hier realisieren wir zum ersten mal, dass nicht nur Wein, Oliven und Mais angebaut werden. Wir sehen sehr viele Tabak Felder an der Strecke.
Abends dann Essen in Sansepolcro, wieder in der Enoteca Berghi. Leckerste Pasta mit Mandelstreusel über Ravioli mit Frischkäse-Walnuss Füllung.

150km

Deckenhöhe: ausreichend. Treppenhaus wie eine Kathedrale. Eingang schlicht.
In Sansepolcro wohnen wir mitten in der Altstadt. Können Frühstück in 50m Entfernung einnehmen. Für’s Abendessen gibt es im Umkreis von 200m ein Dutzend Restaurants. Da wir daheim am Stadtrand wohnen, erfreuen wir uns dieser Situation und genießen das Stadtleben in einem 1000 Jahre alten Ort.

An diesem Tag wird die von Werner empfohlene Bocca Trabaria gefahren, dann in den Bergen auf kleiner Strasse zur SP257 – Bocca Seriola navigiert und zurück in’s Tal. Dann noch mit einem Schlenker auf den Gegenhang über Citerna und Anghiari zurück.

Talblick in Citerna
Mittagessen gibt es auf der Bocca Trabaria in Lamoli in der Osteria Della Massa Trabaria, wo wir eigentlich nur einen Cappu trinken wollten. Essen gibt es drinnen im Gastraum. Sehr gute handgemachte Pasta, absolute Empfehlung!

Einen Reifen haben wir beim örtlichem Motorradladen auch bestellt, der soll morgen da sein. Der Motorradladen hat lustige Motorräder auf dem Hof stehen. Eine kleine 2 Zyl. 2 Takt Suzi, eine sehr rostige MV mit 2 Takt Motor, so wie ich das gesehen habe, und vieles andere, was sich nicht mehr unbedingt lohnt zu restaurieren, aber nett anzusehen ist…
Anghiari hatten wir schon bei der Wahl der Unterkunft ins Auge gefasst, aber nichts gescheites gefunden. Das Dorf liegt am Hang und ist nicht touristisch überlaufen. Hat eine grandiose Aussicht über das Tal und hat die steilste Hauptstrasse, die wir je befahren haben (nicht steilste Strasse aber steilste Hauptstrasse).
Nachmittags chillt Zoey, ich teste die Bocca Trabaria noch mal alleine an. Abends geht es dann zum ersten mal in die Enoteca Berghi. Wir starten mit Pizza.
123km + 60km
Nach dem Frühstück haben wir uns noch die wichtigste Sehenswürdigkeit in Refrontolo angesehen, eine alte Wassermühle.

Weiter in den Süden, auf direktem Weg auf die Autobahn, über Padova, Bologna bis nach Cesena gedüst. Dort hatten wir die SP29 für die Fahrt in’s Tiber Tal ausgewählt. Die kurvige Strecke nach Calimoto wäre schön gewesen, aber die Straßenbeschaffenheit trug nicht zum Vorwärtskommen bei. Daher fuhren wir bei Quarto auf die SS3bis, welche uns bis vor die Tore von Sansepolcro führte.
Sansepolcro ist ein 1000 Jahre alter Ort, deren Stadtkern bis zu 500 Jahre und älter ist. Da der Tourismus dort sehr bescheiden ist, haben wir uns nach 3 Tagen fast wie Einheimische gefühlt. Frühstück und Abendessen natürlich ab sofort immer in der Gasse.

410km (komplett durch die Berge wäre stressig gewesen wegen unerwartet schlechtem Strassenzustand auf den ersten 50km nach der Autobahn)
Über Meran (sehr schöne alte Häuser, wollen wir noch mal hin, war uns bisher nicht so aufgefallen) und Jenesien (am Wochenende zu voll), Manghen (auch am Wochenende zu voll), Valdobiadene auf die Strada del Prosecco. In Valdobbiadene haben wir ein sehr gutes Gelato gegessen, die Produkte aus deren Konditorei sehen auch sehr verlockend aus: Pasticceria Alla Villa Dei Cedri



Auf dieser Strasse fuhren wir zum Tagesziel Refrontolo. Dort hatten wir 2018 bei einem Venetien Urlaub in der Trattoria Al Forno di Piol Mario mal einen Cappu getrunken. Das Lokal und die Speisekarte gefielen uns so gut, dass wir dort mal irgendwann essen gehen wollten. Haben wir dann gemacht.
Der Vino rosso de la casa war schon besser als vieles, was man woanders nur für viel Geld in Flaschen kaufen kann. Das Essen und Ambiente: macht glücklich.

Übernachtung im AirBnB 50 Meter entfernt. Perfekt!
300km (war länger geplant, wurde aber stressig, daher am Ende per Schnellstrasse abgekürzt)
11.9.2021
Leider ist der Urlaub mal wieder zu kurz für Spanien. Also nach Italien. Die östliche Toskana sollte es werden, das wollte ich mir immer schon ansehen. Zoey hat nichts dagegen. Da der Weg das Ziel ist, haben wir einige Zwischenstationen eingebaut…
Morgens los, bis Kirchheim Teck Autobahn, dann über Land (Münsingen, Riedlingen, Bad Waldsee, Tannheimer Tal, Hahntennjoch, Piller Höhe) nach Österreich, genauer gesagt: Pfunds am Reschenpass.
Zwischenstop in Diepoldshofen bei der Bäckerei Steinhauser für Kaffee und Kuchen – unsere Empfehlung!


In Pfunds im Hotel Edelweiss wieder mal ein Schnitzel gegessen und übernachtet.
366km (nicht zum Angeben sondern zu schauen, was wir schaffen und was stressig für uns ist bzw. war)
Als ich in der Grundschule war – das war ca. 1970 – hatte der Nachbar eine 750Four. In Candy Gold. Das geht nie mehr aus dem Kopf.
„Normal“ – also eine Restauration in Originalzustand – war nach der Laverda Restauration nicht mehr mein Ziel. Es sollte ein Cafe Racer werden. Also habe ich in 2019 eine verrattete günstige Four geschossen. Wie man vielleicht sieht, ist das ein F2 Rahmen, der Motor soll über 80PS haben. Speichenräder sind auch schon dran. Aber am Honda Stammtisch sagt man mir, dass der F2 Motor nicht in den K Rahmen passt. Für mich muss es aber aus optischen Gründen der K Tank und die gewölbten Seitendeckel sein. Na ja. Also ein Haufen Arbeit. Die Four steht also eine ganze Weile. Umbauarbeiten an Garten und Haus gehen voran. Die Honda verstaubt… Irgendwann merke ich, dass meine Freizeitgestaltung andere Ziele hat. Also habe ich die Honda im Frühjahr 2021 wieder verkauft.
Denn so ein Umbauprojekt muss man imho ganz oder gar nicht machen. Dazu braucht es ein Konzept und man muss „dran bleiben“, sonst geht nix vorwärts und man verkauft am Ende einen Haufen Kartons mit Teilen…
Dieses mal zu dritt und ich zum ersten mal mit einer, meiner Tuono. Ein Traum ging in Erfüllung: Sardinien+Tuono+ich.

Die Unterkunft war dieses Jahr das Hotel Miramonti bei Seulo. So kommten wir auch die südwestliche Seite mal erkunden.

Am Bahnhof in Lanusei liegen die Gleise noch.
Auf der Insel gibt es sehr viel Überhundertjährige. Das muss ja an irgendwas liegen. Daher haben wir uns an den Quellen im Wald bedient. Abwarten, ob es hilft…

In San Vito ist der Traktor mittlerweile fast komplett versunken (vergleiche das Foto von 2017!).

Der Strand in Villasimius – genialer Ort für ein gepflegtes Mittagessen…

Die Woche war wieder sehr schnell vorbei. Wetter war teilweise kühl, teilweise gut. Und wieder weltbeste neue Strecken kenngelernt. Aber auch eine miese: Desulo nach südlich von Aritzo, „passo Tascusi“ steht am südlichen Ende auf dem Schild. Anfang und Ende sind geteert, aber der mittlere Abschnitt ist Schotter (zumindest im 2020), mit ein paar Baumstämmen und auch tieferen Pfützen. …wir hatten den Passo als Abkürzung nach Hause gewählt, weil es anfing zu regnen. Dumm gelaufen, aber die Aprilia hat tapfer mitgemacht.
Eine zünftige Brotzeit auf der Fähre – meist besser als die Bordverpflegung.

Bourg Saint Maurice nach Bardoneccia.
Bardoneccia ist nun nicht ganz Richtung Mittelmeer. Aber Bardoneccia ist kühl!
Das reservierte Hotel heisst Hotel Jafferau und ist, da, wo die Skipiste beginnt, über die man den Jafferau anfährt – mit einer Enduro. Also auf ca. 1900m Höhe. Das Hotel ist leider nicht zu empfehlen, zu viel ist dort unprofessionell (Elektrik, Essen, Orga, dünnste Wände bzw. Zimmerverbindungen über die Lüftung), zumindest jetzt und in diesem Monat (andere Bewertungen bestätigen dies).
Col de l’Iseran: 2764 meter! Im Winter der Beginn einer 14km Skitour, bis runter nach Val d’Isere. Gefahren von mir selber mit guten Freunden im Jahr 1983! 2020 da rauf mit dem Motorrad. Zwar alles geteert, aber irgendwie trotzdem eine abenteuerliche Strecke. Und eine unwirtliche Landschaft. Echt krass, finden wir. 


…und schon 1957 oder früher befahren.
Der Stausee bei Tignes – einige Kilometer zuvor – war auch krass, weil man schon Minuten vorher die hohe Staumauer sieht. Die Wolken spielten an diesem Tag ihr eigenes Schauspiel.
Weiter ging es dann nach Westen, zum Lac du Mont-Cenis. Ein herrlich gelegener See. 
Von diesem führt eine schön geschwungene Strasse mit gutem Teer bis runter nach Susa. Es scheint, dass der Italiener dem Franzosen direkt an der Grenze mal zeigen wollte, welch tollen Teer Italien zu bieten hat. Von Susa nach Bardonecchia ging es dann die unspektakuläre Bundesstraße durchs Tal. Bardonecchia wiederum haben wir dieses mal sehr lieb gewonnen. Italien ist einfach toll. Am Piazza Statuto gibt es das La Ruota. Da wird man als Nicht-Einheimischer an den Tischen direkt vor dem Lokal erst nur zögernd bedient. Dann aber, wenn man sich mit Tischnachbarn unterhält und Spass hat, wird es schön. Das Essen ist einfach gut oder einfach und gut – wie auch immer… Wir sind abends wegen dem Risotto auf der Speisekarte nochmals hingefahren, und wurden dann herzlich begrüßt und freundlichst und zuvorkommend bedient. Und der Abend endet dann mit so einem herrlich hergerichteten Nachtisch:
Was will man mehr?
Der Tischnachbar vom Nachmittag empfahl uns übrigens die Fahrt zum See bei Embrun – was wir am nächsten Tag auch tatsächlich gemacht haben.
Nachmittags hat sich Zoey übrigens eine Auszeit genommen und im Hotel versucht zu entspannen. Ich befolgte den zweiten Tipp des Einheimischen und fuhr über den Col de l’Echelle kurz nach Frankreich, durch das Val-des-Pres, weiter nach Montgenevre (schöne Strecke), runter nach Oulx (die Ganze Strecke touristisch überlaufen – krass) und zurück zum Hotel. Eine schöne kleine Runde über zwei Grenzübergänge, welche einfach so da waren und jeden durchließen (zum Val-des-Pres morgen mehr).
An diesem Tag waren es für Zoey 160km – Entspannung muss auch mal sein. Meine kleine Runde waren ca. 85km.