Archiv des Autors: elsterraceway

Sardinien-4

Einmal im Jahr kann man seine Streckenkenntnisse auf der Insel auffrischen… und wenn es nur kurz ist.

Diesmal per Transporter in die nordwestlichen Appeninnen. Von da aus auf eigener Achse durch die Appeninnen nach Livorno und abends auf die Fähre. 5 Tage Insel und das ganze wieder zurück. Jeweils per Nachtfähre. Top! Regen hatten wir dieses mal leider auch manchmal. Da scheint mir Ende Mai, Anfang Juni die sicherere Reisezeit zu sein. Aber es ist ja alles eine Frage der Kleidung…

Eine Truppe mit sehr unterschiedlichen Motorrädern aber gut zusammen passenden Charakteren.

Der Sardische Delfin, der uns beim Bier behilflich war:

…und dann war da noch der Heinkel

Ich habe mir bzw. uns – mir und meiner Partnerin – was gegönnt, was noch langsamer ist als eine Royal Enfield. 

Ein Heinkel 103 A2 mit 9 PS.
Ist mein Jahrgang, auch schon ein wenig verbeult, aber fährt. Reicht für den stylischen Besuch in der Eisdiele, vielleicht machen wir die Strada del Prosecco auch mal damit.
Ich kenne genau das Modell noch aus den Zeiten meiner Kindheit aus meiner Heimatstadt. Deswegen genauso einer…

Wenn der Verkäufer auch Zeit hat, wird der Heinkel morgen bei Sonnenschein über 100km auf eigener Achse abgeholt. Dann besorgen wir uns noch zwei Halbschalen und vielleicht noch Lederjacken…

Targa Florio

…im Mai waren wir auf Sizilien – mit PKW und Anhänger bis Poggibonsi/Toskana, ab da mit dem Motorrad auf eigener Achse bis Sizilien. Das wird ein mehrseitiger Reisebericht, dem ich nicht vorgreifen möchte… hier nur ein paar Impressionen:

Impressum

© Elsterracer, Fellbach

E-Mail: elsterracer{ät}friemann24.de
(bitte {ät} durch @ ersetzen)

Als private und unentgeltliche Internetpräsenz unterliegt diese keiner gesetzlichen Anbieterkennzeichnung. Bei berechtigtem Interesse können weitere Angaben per E-Mail erfragt werden.

Sardinien-3

Mit dem weissen Wal – auch Insane Traveller genannt – nach Sardinien und über Korsika zurück.

Alles auf eigener Achse, ca. 5000km. Mal wieder im Hotel Cardedu. Nach der Nachtfähre auf dem Weg dahin erst mal in Siniscola den Berg hoch:
Die Landschaft im Mai…
Diesmal haben wir auch einen der Lost Places aufgesucht:
Bei Sasso Gomme habe ich abends schnell das Hinterrad ausgebaut und mir den mitgebrachten neuen Reifen aufziehen lassen. Ein top Laden! 

Die Überfahrt nach Korsika war denn etwas schaukelig…
Korsika selbst war dann so bergig und kurvig wie ich es aus Erzählungen kannte.

Bei KTM Ajaccio hat man mir dann den Vorderreifen gewechselt. Und die Deppen haben mir das Mopped ohne zu Fragen gewaschen. Also kam ich als Fernreisender mit einem sauberen Motorrad nach Hause. Peinlich… voll doof… nicht zu glauben.

Die Überfahrt per Nachtfähre nach Savona war dann toll. Die Sonne ging über Bastia unter, wir saßen auf dem Achterdeck und konnten das bei einem Präsidenten Abendessen und T-Shirt Wetter beobachten. Wir, das waren ich mit der Flasche Le President und zwei Jungs (die ich beim Warten auf die Fähre kennengelernt hatte) aus Karlsruhe mit einem BiB der gleichen Marke. Dazu Salami und Baguette. Ja, Wasser auch noch… Viel geredet und Geschichten erzählt – toller Abend! Danach genüsslich geschlafen… Deckpassage geht mit einer Flasche Wein gut.
Mit den Jungs bin ich dann über Aqui Terme nach Norden gefahren. Die wollten noch mal zelten und ich weiter nach Hause. Wenn es im Schnellgang gehen soll, dann ist der Weisse Wal mit Windschutz, Tempomat und Leistung satt toll.

 

Rolling Chassis

Die Räder sind seit heute mit BT45 bereift, Bremsscheiben an die Felgen montiert, Lenkkopf zusammengebaut, Gabel fertig (die weißen Ringe von Hai sind von perfekter Qualität, an der unteren Schraube wurden Kupferscheiben mit aufvulkanisierter Dichtung verbaut – hoffenlich geht die Gabel bei der nächsten Revision besser auseinander…) und eingebaut. Die Standrohre musste ich etwas weiter als gewünscht am Lenkkopf durchstecken. Sonst passt der „Brevettato“ Lenker nicht oben drauf. Zusammen sieht es so aus: IMG_0487

Zur Motormontage muss natürlich wieder alles abgebaut werden.

Diverses

Lager in Felgen, Rahmen und Schwinge sind nun alle drin. Natürlich das untere Lenkkopflager mit Herdplatte erwärmt und die anderen Lager vorher in die Kühltruhe. Und bei allen vorher die Fettfüllung ergänzt (die Deckel lassen sich vorsichtig abnehmen und wieder aufsetzen):Lager

Und alle Kleinteile schön entlackt – Sandstrahlen macht Spaß!IMG_0427

 

Und den Lenkkopf in der Reihenfolge schon mal provisorisch montiert:Lenkkopf

Die schwarze Alu-Abdeckscheibe war früher nicht verbaut (siehe folgendes Bild bei den Demontage). Deswegen hatte auch das obere Lenkkopflager etwas Rost angesetzt: LKL_oben

Die Gabel wird…

So, nun sind die Tauchrohre entlackt und lackiert. Bis auf den Dichtungsring habe ich alles fertig. Morgen, wenn die Post kommt, kann ich zusammenbauen.

Entlackt, schön abgeklebt und grundiert: Gabel_GrundiertLackiert:Gabel_Lackiert

Und fertig zum verbauen:
Gabel_Lackiert_fertig

Die Konis sind fast wie neu

Anhand Frankys Anleitung habe ich die Konis zerlegt und dann Öl eingefüllt und wieder zusammengebaut. Die 130mm Luft bis zur Stoßdämpferkante habe ich mit einer Spritze und einer Kanüle für Elefanten (ich glaub‘ 2,3mm) hergestellt.

Die Dämpfer sind sicher nicht so alt wie das Motorrad, wurden wohl Jahre später nachgerüstet. Denn das Öl war noch sauber, nur der Pegel war zu niedrig. Die Ablagerungen hielten sich auch in Grenzen. Sogar die Mutter ging ohne exzessive Gewalt auf. Allerdings war der extra angeschaffte Stirnlochschlüssel aus einem „Weichmetall“ gefertigt, hat sich verbogen und war damit leider unbrauchbar. Die Gripzange hat – nach Einweichen mit Rostlöser – den Job dann erledigt.
Konis_2

Koni_1

Die Feder habe ich diesmal übrigens wieder per Spanngurte gespannt. Da die Federhärte höher als bei WR450 ist, muss man hier die Gurte sauber gegenüber platzieren. Die Gummis wieder, damit die Feder nicht zerkratzt:
Koni_Feder

Ein Jugendtraum(a)…

Nach dem Ansehen von Fotos aus Ligurien habe ich mir eine WR450F gekauft. Halbes Gewicht der 1290SA. Nicht totzukriegen – hoffentlich.

IMG_0164

Bei meinen 105kg sinkt das Heck natürlich viel zu tief ein. Für die Enduros gibt es aber jede Menge Ersatz- und Verschleissteile zu akzeptablen Preisen. Also gleich die passende Feder geordert und eingebaut. Dafür muss der Heckrahmen weg. Nicht unbedingt komplett, aber so konnte ich alle Schrauben reinigen und fetten. Das Mopped hatte jahrelang gestanden. Da war das sicherlich sinnvoll…

WR_Federbein

Apropos Jugendtrauma: Ich hatte mit 16 eine Yamaha TY50. Und war damals auch schon bei 89kg Lebendgewicht. Damit bin ich an jeder Steilauffahrt immer auf halber Strecke verreckt. Schwung holen half auch nichts bei den 2,5 PS. Wahrscheinlich wollte ich deswegen mal irgendwann was „richtiges“.