Die Frankreich-Schweiz-Italien Reise – Tag 1

Im Jahr des Corona Virus anno 2020 mussten wir alle für die erste Jahreshälfte geplanten Reisen absagen.  Daher haben wir den Sommerurlaub darauf verwendet, endlich mal mit dem Motorrad rauszukommen. Hitzebedingt haben wir uns für bergige Regionen entschieden.

Gerne fahren wir – Zoey und ich auf unseren zwei Motorrädern – von Tag zu Tag. Unser tägliches Reisepensum richten wir nach Lust und Laune, Wetter und sonstigen Umständen. Damit müssen wir täglich eine Route planen, was mit den heutigen digitalen Hilfsmitteln (z.B. Calimoto, Google Maps) kein Problem mehr ist. Ordentliches Kartenmaterial ist trotzdem immer dabei… Unterkünfte suchen wir am Vortag oder morgens per AirBnB oder auch per Booking.com.
Der Weg sollte uns also in die Berge führen, ggf. bis runter nach Monaco. Da die Schweiz Tempo 80 hat, war der Plan, durch das französische Jura zu fahren… alles kam immer ein bisschen anders als evtl. mal gedacht, aber es war sehr schööön.

Also Tag 1: Autobahn bis Rottweil, Umleitungsumfahrung mit Calimoto noch nicht perfekt…
Weiter über Titisee und Feldberg (wo wir tatsächlich noch nie waren). Über den Sirnitzpass  in’s Rheintal und über die Autobahn, eine Ausfahrt nach Montbeliard raus, die Doubs entlang. Saint Hyppolyte kannte ich noch von der KTM-Stammtisch ausfahrt vor ein paar Jahren.
Das französische Jura bietet tolle Ausblicke, Landschaften und ist von Verkehr fast frei. Allerdings auch fast frei von Unterkünften. Daher haben wir uns für ein Hotel in Mathod in der Schweiz entschieden. Der kleine Grenzübergänge war problemlos passierbar. Die Route nach Mathod mit Blick auf den See von Neuchatel toll.  Und wenn man nicht rasen will sondern nur reisen, dann kann man mit dem Tempo 80 in der Schweiz gut auskommen. Auch ist die Schweiz wunderschön und sauber. Das hat was, ich muss habe in diesem Urlaub meine Ansicht revidiert. Es gefiel uns sehr gut! Das Hotel Bras d’Or ist schon alt, die Zimmer ok, das Abendessen super!  …seltsam, wenn man zuerst alleine rumsitzt und alle anderen Tische frei sind. Schön, wenn man merkt, dass die Einheimischen innerhalb der nächsten Stunde alle anderen freien Plätze besetzen. 🙂
Die Nacht war gut: ruhig, großes Bett mit echter Bettdecke. Wir gehen später noch auf andere Gegebenheiten ein…

Ca. 490km waren es an diesem Tag…

 

Der Husqvarna Roboter – Hilft mir Zeit zum Motorrad Fahren zu haben…

Im Sommer 2016 haben wir uns einen Husqvarna 430X angeschafft: Die Frage war, wie wir den defekten Balkenmäher ersetzen. Freund Kai meinte: „Nimm einen Roboter! Immer wenn Du nach Hause kommst, ist frisch gemäht!“

Mittlerweile ist der Husky 4 Jahre alt und der RadAntrieb wird hörbar lauter. Er ist immer noch nicht so laut wie der Antrieb vom Bosch Mäher des Nachbarn. Aber immerhin.

Die Radantriebe kosten ca. 200,- pro Seite.
Wofür habe ich denn Maschinenbau studiert? Also das Getriebe komplett zerlegt. Ordentliche Qualität, die halt ab und an mal revisioniert gehört.

Die Fettfüllung muss neu und die Kugellager an der Ausgangswelle sind auch nicht mehr frisch. Die Lager sind jetzt bestellt. Ich berichte weiter…

[24.1.2022] nun habe ich mal Zeit Infos nachzutragen: Die Getriebestufe aus Metall war doch etwas zu stark angegriffen. Weitere Zähne sind in 2020 nach wenigen Wochen gebrochen und ich musste die Motor Baueinheit austauschen. Meine Vermutung: Unsere Obstwiese ist sehr bucklig, wir haben um einige Bäume kein Kabel verlegt, so dass die Motoren einiges auszuhalten haben. Bei ebenem Rasen werden die Motoreinheiten sicherlich einiges länger halten.

Bikerfrühstück…

…bei den Laverda Freunden Rohrdorf 2019. Also Gestern. Bei Sonne mit ein wenig Bewölkung. Tolles Wetter und tolle Landschaft!

Und mit der Laverda, die dieses mal ohne jegliche Probleme die insgesamt 150km absolviert hat. Rücken und Handgelenke machen auch keine Probleme. Der Tank ist für meine Körpergröße nicht zu lang und der Lenker nicht zu tief.

Das ist meine orangene!

Dann war da unter Anderen noch eine schwarze 1000er Laverda. Das Wort unter dem Kupplungszug ist „PRAY“ 😉

Mit viel AluBlech und Handwerkskunst kann man auch einer alten Laverda mit schwacher Lichtmaschine (selbst bei Fahren ohne Licht musste man bei den frühen Modellen Abends die Batterie nachladen!) bessere Manieren „anerziehen“.

Stehbolzen nachziehen

Nach dem ersten heiss Fahren mit neuer Zylinderkopfdichtung soll man die Stehbolzen nachziehen. Dabei habe ich auch gleich die Ventile nochmal kontrolliert und eingestellt. Hier ein paar Fotos, auch die Bezeichnung der Nockenwellen kann man hier sehen.

Wie in den Anleitungen beschrieben sollte man die Steuerkette festbinden. Tipp meinerseits: Sorgsam mit ordentlichem Draht o.ä. festbinden! Sonst muss man den Auspuff abbauen, Öl ablassen, den Deckel unter der Steuerkette abschauben und die Kette wieder von unten mit Draht hochziehen. Zwei Stunden, die man sich sparen kann… 🙂

Das Startverhalten ärgerte mich

…hier noch mal ausführlicher:

Ja – die Jota lief, bevor sie geTÜVt und angemeldet wurde; ab und zu zum Test. Aber manchmal auch nicht. Oder nur mit zwei warmen und einem kalten Krümmer. Nasse Kerzen waren das Problem. Nun werden die bekanntlich nicht von alleine nass, also war das nur das Symptom und nicht die Ursache.

Die Fehlerbehebung war zum Einem einem zu vollem Konto und zum Zweiten einem Abend im Internet zu verdanken. Das heisst a) eine neuen Zündanlage und b) die Startprozedur ändern. Eine Suche im Laverda-Register Forum brachte neue Erkenntnisse: Die Startprozedur muss auf die Vergaser angepasst werden. Sonst pumpen die Beschleunigerpumpen oder der Choke die Brennräume schnell mit zu viel Feuchtigkeit – sprich Benzin – voll.
Zweitens ist die alten originale Bosch Zündung zwar noch funktionsfähig. Aaaaaber eine neue elektronische Sachse Anlage mit neuen Spulen, Kabeln und Zündkerzensteckern funktioniert wesentlich besser und verbraucht auch weniger Strom aus der Batterie. Den Tipp zu moderneren Zündanlagen – ob DMC oder Sachse – sollte man wirklich beherzigen.

Dazu ein neuer Regler, der auch bei niedriger Drehzahl schon die Batterie lädt. So kann ich immer mit Licht fahren.

Den Regler montiere ich noch an einer umgebauten Elektronik Grundplatte und die Zündung hat ihren Platz vor der Batterie bekommen.

Hier die eingebaute Zündungsplatte:
Bitte vorher prüfen, wo OT ist, damit man das gleich beim Einbau der neuen Zündung justieren kann…

Die Rothewald Crimp Zange von Louis macht übrigens Freude, wenn man den richtigen Einsatz verwendet. Perfekt gecrimpte Stecker:

PS: LED Birnen sind bei meiner Jota mit NipponDenso (ND) Lichtmaschine nicht notwendig.

Zündung und Regler

Die Sache Zündung und der Regler sind eingebaut. Das aufwändigste war die Suche nach einem Platz und die Anbringung. Kabel konfektionieren mit der CrimpZange (mit den drei Aufsätzen) von Louis ging sehr einfach und gut. Der Original-Zündungs-Kabelbaum ist bei mir separat und konnte ausgesteckt und komplett entfernt werden.

Spannung an der Batterie nun bei ca. 1500U/min ca. 13,9 und bei 2500 U/min 14,0 Volt. Vorher 11,8 Volt bei laufendem Motor (12,9V Batteriespanunung unbelastet).

Wie im Forum beschrieben, muss ich meine Laverda ganz vorsichtig starten, weil sie sonst absäuft. Ob die über Stunden exakt eingestellten Schwimmer doch nicht so exakt eingestellt sind oder haken? Das muss ich noch prüfen.

Der Heinkel braucht keine Windel mehr!

Mittlerweile habe ich tatsächlich drei Stadtrundfahrten und gestern eine 50km Überlandfahrt gemacht. Der Motor und die Schwinge sind dicht! Und er hat wieder in allen Drehzahlen Kraft (soweit man das bei den 9PS Maximalleistung sagen darf). Jetzt kann der Sommer kommen!

Die Elektrik…

Aus diversen, den LaverdaFahrern bekannten Gründen liefert die Lima zu wenig Strom und die Zündung verbraucht zu viel. Damit wird die Batterie, wenn überhaupt, nur spärlich geladen.

Dann hat mich die Jota auch noch etwas geärgert…

Daher habe ich bei Sachse die komplette Zündanlage und den Regler neu bestellt. Ein paar Birnen werde ich noch auf LED umstellen und dann sollte eine längeren Tagesausfahrt nicht mehr im Weg stehen.

…ich berichte dann über den Einbau.

1994 – so sah sie aus…

Der Vorbesitzer hat letztens ein paar alte Dias eingescannt…
…so sah die Jota im Jahr 1996 aus. Ende der 90er Jahre wurde Sie dann orange lackiert. Wie sie ausgeliefert wurde, lässt sich von mir nicht rekonstruieren.

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