Die Elektrik…

Aus diversen, den LaverdaFahrern bekannten Gründen liefert die Lima zu wenig Strom und die Zündung verbraucht zu viel. Damit wird die Batterie, wenn überhaupt, nur spärlich geladen.

Dann hat mich die Jota auch noch etwas geärgert…

Daher habe ich bei Sachse die komplette Zündanlage und den Regler neu bestellt. Ein paar Birnen werde ich noch auf LED umstellen und dann sollte eine längeren Tagesausfahrt nicht mehr im Weg stehen.

…ich berichte dann über den Einbau.

Benzinhähne – Update

Der reparierte Hahn ist wieder verbaut und dicht. Parallel habe ich zwei gebraucht Hähne aus Österreich auftreiben können. Es ist also Ersatz für die nächsten Jahre vorhanden.

1994 – so sah sie aus…

Der Vorbesitzer hat letztens ein paar alte Dias eingescannt…
…so sah die Jota im Jahr 1996 aus. Ende der 90er Jahre wurde Sie dann orange lackiert. Wie sie ausgeliefert wurde, lässt sich von mir nicht rekonstruieren.

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Benzinhähne…

Hähne? Na ja, erst mal hat die Laverda zwei Stück. Zweitens gibt es neu zu kaufen verschiedene Modelle, aber nicht das, was ich habe. Also gibt es viele Hähne…

Daher habe ich mich entschieden, den tropfenden Hahn zu zerlegen und zu schauen, ob ich ihn dicht kriege.  Zuerst mal ein Fotos des Hahn, den ich im WWW übrigens nicht gefunden habe, weder neu noch gebraucht noch überhaupt ein Foto….

Wie man erkennt, ist die Frontplatte mit dem Gehäuse „vernietet“.  Die flachgeklopfte Fläche habe ich abgedremelt. Dann 1,6mm Löcher reingebohrt und 2mm Gewinde reingeschnitten.

Alles zerlegt und gereinigt und die Gleitfläche des Hahns mit 3000 bis 12000er Schmirgel poliert.

Nun muss ich den Hahn an den Tank montieren und schauen, ob er dicht ist.

Es würde mich interessieren, ob jemand weiss, ob und wo ich die Dichtung – wie auf dem Foto ersichtlich – kaufen kann.Die Dichtung hat einen Durchmesser von ca. 22mm.  Mit neuer Dichtung wäre der Hahn wieder für viele Jahre perfekt.

Den 2mm Gewindeschneider und die Schrauben habe ich übrigens noch aus den Zeiten meiner Slot Karriere. …siehe http://www.src-stuttgart.de.

Im Moment sieht der Hahn zusammengebaut so aus:
15.5.: Ja, es ist alles dicht und funktioniert.

ZAMs Zündungskunde

Beim Surfen durch die unendlichen Weiten des Internets habe ich einen Betrag gefunden, der mir und anderen sicherlich weiterhelfen kann, wenn es mal Motor- bzw. Zünd-Probleme gibt.

Toll getestet, gut erklärt. Einiges kannte ich schon. Weil meine Laverda ein sensibles weit von Perfektion entferntes Bosch Zündsystem hat. Je nach dem, wo die Kurbelwelle steht, werden die Zündspulen auch bei Motorstillstand und eingeschalteter Zündung konstant geladen.  Davon abgesehen ist die Lima so schwach, dass sie die Batterie kaum lädt. Das liegt auch daran, dass die Einschaltzeit des Primärstroms viel zu hoch ist, bei niedriger Drehzahl.  Ich habe das alles erst gelernt, als ich die Doku zur Sachse Zündung gelesen habe. Die ist nämlich schlau programmiert und behebt sozusagen alle Schwächen der Bosch Zündung. Sollte ich also mal Zündungsprobleme haben, werde ich die Original-Zündanlage komplett tauschen. Kostet zwar auch Geld, aber die originale Bosch Zündung wird mittlerweile mit Gold aufgewogen und die Sachse ist ‚eh um Welten besser.

 

Wieder mal Winter…

Keine Reisezeit, der Garten schläft, Schrauberzeit!

Die seit über 5 Jahren in Restauration befindliche Laverda lief vorgestern das erste mal richtig rund (am Montag hatte ich noch mit Blasen im Benzinsystem und dann Überflutung wegen hängender Schwimmer zu kämpfen).
Allein das Fußbremsgestänge hatte mich drei Abende gekostet. Das hat man halt davon, wenn man ein seltenes Modell in Teilen kauft, mäßige Tipps bekommt und dann zwei mal wieder die Schwinge demontieren muss, weil sonst kein Platz ist…

Dann die Kabel der Zündung: nach 36 Jahren waren Teile der Isolierung einfach weggebröselt. Also neu Verkabeln. Mittlerweile habe ich eine nette KabelKiste mit den verschiedensten Farben. So war das kein Problem. Ich habe aber gemerkt, dass ich in den fünf Jahren seit dem Kauf einiges gelernt habe. Diese Kabel hätte ich schon gleich zu Anfang erkennen müssen und austauschen… Das gleiche mit den Vergasern, die mir am Anfang Respekt – eher Angst eingeflößt haben. Die würde ich mittlerweile selber überholen. Man wächst mit seinen Aufgaben…

Anmerkung: die Spiegel werden noch in normale Position gestellt; sie stehen auf dem Foto in der Position für die Lagerung. Seitendeckel sind auch noch gut verpackt gelagert.

Es steht also einem baldigen TÜV Besuch und der kleinen Oldie Ausfahrt zum Stilfser Joch im Sommer nichts mehr im Weg. YES, we can!

Inkontinenzia…

…oder: Der Heinkel tropft.  Und zwar hinten an der Schwinge – die Kette läuft in Öl. Und unter dem Motor.  Also war der Besuch bei der Eisdiele peinlich und wirklich umweltschädlich. Denn es war kein Schwitzen, was man alten Schätzchen ja zugesteht, sondern ein Tropfen.

Und irgendwie was das sowieso seltsam mit dem frischem TÜV. Das stellte sich als alternativer Fakt (man könnte es auch Beschiss nennen) heraus. Auf der Suche nach der Öl-Inkontinenz bin ich bis zum gebrochenen oberen Kolbenring vorgedrungen. Ausserdem hatte sich eine Handvoll Hülsen von der Antriebskette verabschiedet, welche im Kettenkasten (der gleichzeitig die Schwinge ist) lagen. Gut, dass man im Heinkel Club Shop alles und sofort bekommt.

Die Strahlkabine, welche ich für die Laverda Kleinteile angeschafft hatte, hat sich auch beim Heinkel bewährt. Siehe Foto: die rechte Seite ist nun sauber.

Die Elektrik war auch sehr marode, obwohl ein Bosch-Dienst schon für viel Geld dran rumgemacht hatte.

 Komplett verschmort von hinten unterm Sitz bis vorne zu den Armaturen.

Daher: Kabelvorrat ist praktisch. Nach 55 Jahren Gepfusche von Vorbesitzern, Semi-Restaurateuren und einem unfähigen BoschDienst…

Teile des Kabelbaums erneuert und ordentliche Stecker verbaut.

Sehr viel Zeit hat das Säubern der Teile gekostet. Einerseits Schmodder von 55 Jahren und dazu ein wenig Rost. Aber am Ende wurde alles gut:

Und er sprang auch nach wenigen Umdrehungen wieder an und lief als sei nichts gewesen:

 

Altes Eisen

Ich nenne ja seit kurzem einen Heinkel 103 A2 Bj, 1963 mein Eigen. Das WAR zu der Zeit eine Reisemaschine.

…und dann traf ich in Beuren heute auf einem Treffen einen älteren Mann, der kam mit einer D-Rad von 1925 – in unrestauriertem Zustand – sensationell. Er versicherte mir glaubhaft, dass er damit jedes Jahr mehrere tausend km fährt!