Archiv der Kategorie: Mein Mopped

Inkontinenzia…

…oder: Der Heinkel tropft.  Und zwar hinten an der Schwinge – die Kette läuft in Öl. Und unter dem Motor.  Also war der Besuch bei der Eisdiele peinlich und wirklich umweltschädlich. Denn es war kein Schwitzen, was man alten Schätzchen ja zugesteht, sondern ein Tropfen.

Und irgendwie was das sowieso seltsam mit dem frischem TÜV. Das stellte sich als alternativer Fakt (man könnte es auch Beschiss nennen) heraus. Auf der Suche nach der Öl-Inkontinenz bin ich bis zum gebrochenen oberen Kolbenring vorgedrungen. Ausserdem hatte sich eine Handvoll Hülsen von der Antriebskette verabschiedet, welche im Kettenkasten (der gleichzeitig die Schwinge ist) lagen. Gut, dass man im Heinkel Club Shop alles und sofort bekommt.

Die Strahlkabine, welche ich für die Laverda Kleinteile angeschafft hatte, hat sich auch beim Heinkel bewährt. Siehe Foto: die rechte Seite ist nun sauber.

Die Elektrik war auch sehr marode, obwohl ein Bosch-Dienst schon für viel Geld dran rumgemacht hatte.

 Komplett verschmort von hinten unterm Sitz bis vorne zu den Armaturen.

Daher: Kabelvorrat ist praktisch. Nach 55 Jahren Gepfusche von Vorbesitzern, Semi-Restaurateuren und einem unfähigen BoschDienst…

Teile des Kabelbaums erneuert und ordentliche Stecker verbaut.

Sehr viel Zeit hat das Säubern der Teile gekostet. Einerseits Schmodder von 55 Jahren und dazu ein wenig Rost. Aber am Ende wurde alles gut:

Und er sprang auch nach wenigen Umdrehungen wieder an und lief als sei nichts gewesen:

 

…und dann war da noch der Heinkel

Ich habe mir bzw. uns – mir und meiner Partnerin – was gegönnt, was noch langsamer ist als eine Royal Enfield. 

Ein Heinkel 103 A2 mit 9 PS.
Ist mein Jahrgang, auch schon ein wenig verbeult, aber fährt. Reicht für den stylischen Besuch in der Eisdiele, vielleicht machen wir die Strada del Prosecco auch mal damit.
Ich kenne genau das Modell noch aus den Zeiten meiner Kindheit aus meiner Heimatstadt. Deswegen genauso einer…

Wenn der Verkäufer auch Zeit hat, wird der Heinkel morgen bei Sonnenschein über 100km auf eigener Achse abgeholt. Dann besorgen wir uns noch zwei Halbschalen und vielleicht noch Lederjacken…

Ein Jugendtraum(a)…

Nach dem Ansehen von Fotos aus Ligurien habe ich mir eine WR450F gekauft. Halbes Gewicht der 1290SA. Nicht totzukriegen – hoffentlich.

IMG_0164

Bei meinen 105kg sinkt das Heck natürlich viel zu tief ein. Für die Enduros gibt es aber jede Menge Ersatz- und Verschleissteile zu akzeptablen Preisen. Also gleich die passende Feder geordert und eingebaut. Dafür muss der Heckrahmen weg. Nicht unbedingt komplett, aber so konnte ich alle Schrauben reinigen und fetten. Das Mopped hatte jahrelang gestanden. Da war das sicherlich sinnvoll…

WR_Federbein

Apropos Jugendtrauma: Ich hatte mit 16 eine Yamaha TY50. Und war damals auch schon bei 89kg Lebendgewicht. Damit bin ich an jeder Steilauffahrt immer auf halber Strecke verreckt. Schwung holen half auch nichts bei den 2,5 PS. Wahrscheinlich wollte ich deswegen mal irgendwann was „richtiges“.

KTM 1290 SA erFahrungen

… nach ca. 6000km in ca. 8 Wochen (das bin ich manchmal nicht im ganzen Jahr gefahren) kann ich sagen: Das Mopped taugt mir.  Weniger Verbrauch als mit der 990, Reichweite das Doppelte.

Autobahn 180-200km/h Reisegeschwindigkeit und Spass auf der Landstraße ohne Ende. Einfach nur gleiten lassen oder auch mal die Sau rauslassen. Alles geht.

Aktuelle An- und Umbauten:
– KTM Standard-Koffer (eine Frechheit aber dafür sind die Halter nicht so massiv; solange die Schlösser nicht ihren Dienst quittieren komme ich damit zurecht)
– Giannelli ESD
– SW-Motech Navi Halter
– Stebel Nautilus compact :-))))
– MRA X-creen (noch ungetestet wegen Grippe)

Dann die Kontras:
– Das Optimieren der Windgeräusche ist noch nicht abgeschlossen.
– Fernlicht mache ich ungewollt immer mal wieder an. Große Leute auf großen Mopeds haben eben auch große Hände. Mit der Scheiben-Wischlippe meiner Held Handschuhe bleibe ich immer wieder an dem Scheiss-Schalter hängen ohne es zu merken.

Pläne:
– Felgenschlag messen
– Andere Reifen ausprobieren
– Lenkererhöhung testen
– Kniebereich und Tank oben zum Schutz folieren

Die Alte KTM

Die alte war eine KTM SM990 von 2008 aus erster Hand. Sie hat mich auf 23000km nie im Stich gelassen. Auch die gerne genommenen Übel wie Wasserpumpe, Regler und rostiges Lenkkopflager hat sie nicht gehabt. Im Winter gewartet und trocken gelagert, keine Kurzstrecke machen wohl doch was aus.

Sie ist im August einer Nachfolgerin mit ABS gewichen.

Die Neue – KTM 1290 SA

weiß und groß

hat alles was ich brauche – vielleicht ausser Klima.

Mit Tempomat kann ich endlich mal wieder durch die Schweiz fahren…

Der eigentliche Grund war die Suche nach einem Mopped mit ABS, das groß genug ist für mich und mir gefällt. Und da wird die Auswahl klein…