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Die Frankreich-Schweiz-Italien Reise

Die Corona Reise 2020

Tag 1: Tag 1  Fellbach nach Mathod/CH

Tag 2: Tag 2  Mathod/CH nach Bourg-Saint-Maurice/FR

Tag 3: Tag 3  Mathod/CH nach Bardonecchia/IT

Tag 4: x  Bardonecchia/IT nach Grenoble/FR

Tag 5: x  Grenoble/FR nach Montbeliard/FR

Tag 6: x  Montbeliard/FR nach Fellbach/D

Die Coronajahr Frankreich-Schweiz-Italien Reise – Tag 3

Bourg Saint Maurice nach Bardoneccia.

Bardoneccia ist nun nicht ganz Richtung Mittelmeer. Aber Bardoneccia ist kühl!
Das reservierte Hotel heisst Hotel Jafferau und ist, da, wo die Skipiste beginnt, über die man den Jafferau anfährt – mit einer Enduro. Also auf ca. 1900m Höhe. Das Hotel ist leider nicht zu empfehlen, zu viel ist dort unprofessionell (Elektrik, Essen, Orga, dünnste Wände bzw. Zimmerverbindungen über die Lüftung), zumindest jetzt und in diesem Monat (andere Bewertungen bestätigen dies).

Col de l’Iseran: 2764 meter!  Im Winter der Beginn einer 14km Skitour, bis runter nach Val d’Isere. Gefahren von mir selber mit guten Freunden im Jahr 1983!  2020 da rauf mit dem Motorrad. Zwar alles geteert, aber irgendwie trotzdem eine abenteuerliche Strecke. Und eine unwirtliche Landschaft. Echt krass, finden wir. 

…und schon 1957 oder früher befahren.
Der Stausee bei Tignes  – einige Kilometer zuvor – war auch krass, weil man schon Minuten vorher die hohe Staumauer sieht.  Die Wolken spielten an diesem Tag ihr eigenes Schauspiel. Weiter ging es dann nach Westen, zum Lac du Mont-Cenis. Ein herrlich gelegener See.  Von diesem führt eine schön geschwungene Strasse mit gutem Teer bis runter nach Susa. Es scheint, dass der Italiener dem Franzosen direkt an der Grenze mal zeigen wollte, welch tollen Teer Italien zu bieten hat.   Von Susa nach Bardonecchia ging es dann die unspektakuläre Bundesstraße durchs Tal. Bardonecchia wiederum haben wir dieses mal sehr lieb gewonnen. Italien ist einfach toll. Am Piazza Statuto gibt es das La Ruota. Da wird man als Nicht-Einheimischer an den Tischen direkt vor dem Lokal erst nur zögernd bedient. Dann aber, wenn man sich mit Tischnachbarn unterhält und Spass hat, wird es schön. Das Essen ist einfach gut oder einfach und gut – wie auch immer…  Wir sind abends wegen dem Risotto auf der Speisekarte nochmals hingefahren, und wurden dann herzlich begrüßt und freundlichst und zuvorkommend bedient. Und der Abend endet dann mit so einem herrlich hergerichteten Nachtisch:  Was will man mehr?
Der Tischnachbar vom Nachmittag empfahl uns übrigens die Fahrt zum See bei Embrun – was wir am nächsten Tag auch tatsächlich gemacht haben.
Nachmittags hat sich Zoey übrigens eine Auszeit genommen und im Hotel versucht zu entspannen. Ich befolgte den zweiten Tipp des Einheimischen und  fuhr über den Col de l’Echelle kurz nach Frankreich, durch das Val-des-Pres, weiter nach Montgenevre (schöne Strecke), runter nach Oulx  (die Ganze Strecke touristisch überlaufen – krass) und zurück zum Hotel. Eine schöne kleine Runde über zwei Grenzübergänge, welche einfach so da waren und jeden durchließen (zum Val-des-Pres morgen mehr).

An diesem Tag waren es für Zoey 160km – Entspannung muss auch mal sein. Meine kleine Runde waren ca. 85km.

Die Coronajahr Frankreich-Schweiz-Italien Reise – Tag 2

Tag 2 von Mathod nach Bourg Saint Maurice.

Die Fahrt durch die Schweiz war – wie gesagt – sehr schön. Wir hatten nicht erwartet, den morgendlichen Genfer See in der Ferne sehen zu können. An irgendeinem kleinen Grenzübergang oberhalb von Lac de Joux fuhren wir wieder nach Frankreich. Der nächste Wegpunkt war in Saint-Claude. Die Stadt hatte mich bei der damalige KTM Ausfahrt durch seine Lage beeindruckt. Saint-Claude ist bekannt für seine Pfeifen und Diamant Industrie.  Auf dem Weg dorthin streiften wir Morez,  welches uns durch seine Eisenbahnbrücken  und -Tunnel beeindruckte.

Von SaintClaude ohne Autobahn bis hinter Annecy war dann eher eine Fleissaufgabe.

Der Col de Aravis war dann grundsätzlich schön, aber nicht zu der Saison. Die Wiesen der Passhöhe sind zu einem Wohnmobilstellplatz verkommen. Die Passhöhe zu einem Rummelplatz. Ob der Franzose die Passhöhen liebt, weil es im Sommer dort kühl ist?  Oder wegen Corona die Einsamkeit dort sucht, wo sie dummerweise von allen gesucht wird? 

In Bourg Saint Maurice hatten wir dann eine nette Unterkunft bei AirBnB Gastgeber Laurent. Restaurant-Tipps hatte unser Gastgeber schon vorbereitet. La Ruelle in der Grande Rue können wir jetzt auch empfehlen.  Den Salat mit Savoier Käse, Honig und Walnüssen auf Toast auch (Essen fotografieren machen wir nicht so gerne und wenn es sich lohnt, vergessen wir es oft; dieses Gericht haben wir zum Nachkochen fotografiert – gekocht wird, wenn unsere eigenen Walnüsse geerntet und getrocknet sind). Bei Laurent gab es am nächsten morgen ein schönes Frühstück (bei AirBnB nicht immer verfügbar). Kaffee und irgendwas zu essen, bevor der erste Meter gefahren wird: das ist uns beiden wichtig.

PS: wenn sich jemand in der Region dort wegen der vielen Schweizer Falggen wundert: Die roten Flaggen mit dem weissen Kreuz sind keine Schweizer sondern Savoier Flaggen,

Tag 2 waren ca. 320 km.

Die Frankreich-Schweiz-Italien Reise – Tag 1

Im Jahr des Corona Virus anno 2020 mussten wir alle für die erste Jahreshälfte geplanten Reisen absagen.  Daher haben wir den Sommerurlaub darauf verwendet, endlich mal mit dem Motorrad rauszukommen. Hitzebedingt haben wir uns für bergige Regionen entschieden.

Gerne fahren wir – Zoey und ich auf unseren zwei Motorrädern – von Tag zu Tag. Unser tägliches Reisepensum richten wir nach Lust und Laune, Wetter und sonstigen Umständen. Damit müssen wir täglich eine Route planen, was mit den heutigen digitalen Hilfsmitteln (z.B. Calimoto, Google Maps) kein Problem mehr ist. Ordentliches Kartenmaterial ist trotzdem immer dabei… Unterkünfte suchen wir am Vortag oder morgens per AirBnB oder auch per Booking.com.
Der Weg sollte uns also in die Berge führen, ggf. bis runter nach Monaco. Da die Schweiz Tempo 80 hat, war der Plan, durch das französische Jura zu fahren… alles kam immer ein bisschen anders als evtl. mal gedacht, aber es war sehr schööön.

Also Tag 1: Autobahn bis Rottweil, Umleitungsumfahrung mit Calimoto noch nicht perfekt…
Weiter über Titisee und Feldberg (wo wir tatsächlich noch nie waren). Über den Sirnitzpass  in’s Rheintal und über die Autobahn, eine Ausfahrt nach Montbeliard raus, die Doubs entlang. Saint Hyppolyte kannte ich noch von der KTM-Stammtisch ausfahrt vor ein paar Jahren.
Das französische Jura bietet tolle Ausblicke, Landschaften und ist von Verkehr fast frei. Allerdings auch fast frei von Unterkünften. Daher haben wir uns für ein Hotel in Mathod in der Schweiz entschieden. Der kleine Grenzübergänge war problemlos passierbar. Die Route nach Mathod mit Blick auf den See von Neuchatel toll.  Und wenn man nicht rasen will sondern nur reisen, dann kann man mit dem Tempo 80 in der Schweiz gut auskommen. Auch ist die Schweiz wunderschön und sauber. Das hat was, ich muss habe in diesem Urlaub meine Ansicht revidiert. Es gefiel uns sehr gut! Das Hotel Bras d’Or ist schon alt, die Zimmer ok, das Abendessen super!  …seltsam, wenn man zuerst alleine rumsitzt und alle anderen Tische frei sind. Schön, wenn man merkt, dass die Einheimischen innerhalb der nächsten Stunde alle anderen freien Plätze besetzen. 🙂
Die Nacht war gut: ruhig, großes Bett mit echter Bettdecke. Wir gehen später noch auf andere Gegebenheiten ein…

Ca. 490km waren es an diesem Tag…

 

Der Husqvarna Roboter – Hilft mir Zeit zum Motorrad Fahren zu haben…

Im Sommer 2016 haben wir uns einen Husqvarna 430X angeschafft: Die Frage war, wie wir den defekten Balkenmäher ersetzen. Freund Kai meinte: „Nimm einen Roboter! Immer wenn Du nach Hause kommst, ist frisch gemäht!“

Mittlerweile ist der Husky 4 Jahre alt und der RadAntrieb wird hörbar lauter. Er ist immer noch nicht so laut wie der Antrieb vom Bosch Mäher des Nachbarn. Aber immerhin.

Die Radantriebe kosten ca. 200,- pro Seite.
Wofür habe ich denn Maschinenbau studiert? Also das Getriebe komplett zerlegt. Ordentliche Qualität, die halt ab und an mal revisioniert gehört.

Die Fettfüllung muss neu und die Kugellager an der Ausgangswelle sind auch nicht mehr frisch. Die Lager sind jetzt bestellt. Ich berichte weiter…

Bikerfrühstück…

…bei den Laverda Freunden Rohrdorf 2019. Also Gestern. Bei Sonne mit ein wenig Bewölkung. Tolles Wetter und tolle Landschaft!

Und mit der Laverda, die dieses mal ohne jegliche Probleme die insgesamt 150km absolviert hat. Rücken und Handgelenke machen auch keine Probleme. Der Tank ist für meine Körpergröße nicht zu lang und der Lenker nicht zu tief.

Das ist meine orangene!

Dann war da unter Anderen noch eine schwarze 1000er Laverda. Das Wort unter dem Kupplungszug ist „PRAY“ 😉

Mit viel AluBlech und Handwerkskunst kann man auch einer alten Laverda mit schwacher Lichtmaschine (selbst bei Fahren ohne Licht musste man bei den frühen Modellen Abends die Batterie nachladen!) bessere Manieren „anerziehen“.

Stehbolzen nachziehen

Nach dem ersten heiss Fahren mit neuer Zylinderkopfdichtung soll man die Stehbolzen nachziehen. Dabei habe ich auch gleich die Ventile nochmal kontrolliert und eingestellt. Hier ein paar Fotos, auch die Bezeichnung der Nockenwellen kann man hier sehen.

Wie in den Anleitungen beschrieben sollte man die Steuerkette festbinden. Tipp meinerseits: Sorgsam mit ordentlichem Draht o.ä. festbinden! Sonst muss man den Auspuff abbauen, Öl ablassen, den Deckel unter der Steuerkette abschauben und die Kette wieder von unten mit Draht hochziehen. Zwei Stunden, die man sich sparen kann… 🙂

Das Startverhalten ärgerte mich

…hier noch mal ausführlicher:

Ja – die Jota lief, bevor sie geTÜVt und angemeldet wurde; ab und zu zum Test. Aber manchmal auch nicht. Oder nur mit zwei warmen und einem kalten Krümmer. Nasse Kerzen waren das Problem. Nun werden die bekanntlich nicht von alleine nass, also war das nur das Symptom und nicht die Ursache.

Die Fehlerbehebung war zum Einem einem zu vollem Konto und zum Zweiten einem Abend im Internet zu verdanken. Das heisst a) eine neuen Zündanlage und b) die Startprozedur ändern. Eine Suche im Laverda-Register Forum brachte neue Erkenntnisse: Die Startprozedur muss auf die Vergaser angepasst werden. Sonst pumpen die Beschleunigerpumpen oder der Choke die Brennräume schnell mit zu viel Feuchtigkeit – sprich Benzin – voll.
Zweitens ist die alten originale Bosch Zündung zwar noch funktionsfähig. Aaaaaber eine neue elektronische Sachse Anlage mit neuen Spulen, Kabeln und Zündkerzensteckern funktioniert wesentlich besser und verbraucht auch weniger Strom aus der Batterie. Den Tipp zu moderneren Zündanlagen – ob DMC oder Sachse – sollte man wirklich beherzigen.

Dazu ein neuer Regler, der auch bei niedriger Drehzahl schon die Batterie lädt. So kann ich immer mit Licht fahren.

Den Regler montiere ich noch an einer umgebauten Elektronik Grundplatte und die Zündung hat ihren Platz vor der Batterie bekommen.

Hier die eingebaute Zündungsplatte:
Bitte vorher prüfen, wo OT ist, damit man das gleich beim Einbau der neuen Zündung justieren kann…

Die Rothewald Crimp Zange von Louis macht übrigens Freude, wenn man den richtigen Einsatz verwendet. Perfekt gecrimpte Stecker:

PS: LED Birnen sind bei meiner Jota mit NipponDenso (ND) Lichtmaschine nicht notwendig.

Zündung und Regler

Die Sache Zündung und der Regler sind eingebaut. Das aufwändigste war die Suche nach einem Platz und die Anbringung. Kabel konfektionieren mit der CrimpZange (mit den drei Aufsätzen) von Louis ging sehr einfach und gut. Der Original-Zündungs-Kabelbaum ist bei mir separat und konnte ausgesteckt und komplett entfernt werden.

Spannung an der Batterie nun bei ca. 1500U/min ca. 13,9 und bei 2500 U/min 14,0 Volt. Vorher 11,8 Volt bei laufendem Motor (12,9V Batteriespanunung unbelastet).

Wie im Forum beschrieben, muss ich meine Laverda ganz vorsichtig starten, weil sie sonst absäuft. Ob die über Stunden exakt eingestellten Schwimmer doch nicht so exakt eingestellt sind oder haken? Das muss ich noch prüfen.

Der Heinkel braucht keine Windel mehr!

Mittlerweile habe ich tatsächlich drei Stadtrundfahrten und gestern eine 50km Überlandfahrt gemacht. Der Motor und die Schwinge sind dicht! Und er hat wieder in allen Drehzahlen Kraft (soweit man das bei den 9PS Maximalleistung sagen darf). Jetzt kann der Sommer kommen!